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In-Store Advertising

Sollte ich in meinem Store Pop-Ups verwenden? Wie sollen meine Pop-Ups aussehen? Welche Informationen integriere ich in das Pop-Up und welches System verwende ich?

In diesem Beitrag klären wir, wie und womit Du die besten Pop-Ups für deinen Shopify-Store baut.

Pop-Ups - nutzen oder nicht?

Du hast sie sicher schon als Besucher eines Onlineshops oder einer Website Pop-Ups zu Gesicht bekommen. Auf den einen wirken sie nervig, der andere hat das ein oder andere Mal das Potential erkannt. Oftmals lassen sich durch die angezeigten Angebote einige Euros sparen. Andere Pop-Ups werben oftmals nur mit Newsletter Sign-Ins oder Abonnements. Wichtig ist hierbei die Platzierung bzw. der Zeitpunkt, an dem das Pop-Up "aufpoppt". 

 

Die richtige App für euren Shopify-Store

Einige Shopify-Themes bieten schon integrierte Pop-Ups im Onlineshop an. Eine Liste dieser Themes findet ihr hier: Shopify-Themes mit integrierten Pop-Ups

Oft sind diese Pop-Ups sehr begrenzt in ihren Möglichkeiten von Design, Informationen, Anzeigedauer und -zeitpunkt sowie den Abmaßen. Wer es lieber individueller haben möchte, für den stellen wir jetzt einmal drei Pop-Up-Apps aus dem Shopify-Appstore vor.

 

justuno

Die Pop-Up und Marketing Plattform für Shopify-Stores bietet viele Möglichkeiten rund um Conversion Optimierung. Vom Pop-Up über Banner bis hin zum Glücksrad ist einiges dabei. Bei Justuno könnt ihr eure Banner und Pop-Ups individuell gestalten. Wer also auf komplett customized Designs steht und seine CI auch in seinen Pop-Ups unterbringen möchte, ist hier gut aufgehoben. Das Plug and Play Programm ist einfach integriert und benötigt keine Vorkenntnisse. Um richtig gute Anzeigen zu gestalten solltet ihr lediglich über ein paar Design-Skills und evtl. ein Designprogramm wie Photoshop oder Affinity Designer verfügen. Noch ein Vorteil der App sind die A/B-Tests, in denen ihr ausprobieren dürft, um die besten Banner und Anzeigen zu finden und das Meiste aus der App heraus zu holen. 

Justuno bietet eine Freeversion für Shopify Stores an. Bis 5.000 Besucher eures Shops fahrt ihr mit Justuno kostenlos. Danach richtet sich der monatliche Preis der App nach eurem Traffic und startet bei 19$ ab dem 5.001. Besucher pro Monat. 

 

 

Privy

Privy legt den Fokus auf das Sammeln von E-Mail-Adressen und der Steigerung eurer Newsletter-Followerschaft. Es ist zudem die bis jetzt meist genutzte App für Pop-Ups, Banner etc. im Shopify App-Store. Auch hier sind den Einstellungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Vom Handling des Designs liegt Justuno für uns noch leicht vorne, wobei ihr eure CI und euer individuelles Design bei Privy auch optimal umsetzten könnt. Mit Privy könnt ihr außerdem ein automatisiertes E-Mail System integrieren, womit ihr euren Kunden beispielsweise bei abgebrochenen Bestellungen automatisch durch die App E-Mails zukommen lassen könnt. Der für uns größte Unterschied zu den anderen Apps. Wer also noch kein automatisiertes Mailsystem wie Mailchimp nutzt, der ist bei Privy richtig. 

Privy bietet ebenso eine Freeversion seiner App an. Mit der Freeversion könnt ihr bis zu 3.000 automatisierte E-Mails pro Monat an eure potentiellen Kunden versenden. Die Plus Version startet bei 24$ pro Monat und bietet noch mehr Features und bis zu 12.000 E-Mails pro Monat.

 

AIVA Overlays

AIVA Overlays bietet, wie der Name schon verrät, Overlays für euern Shopify-Store. Mit Overlays sind auch hier Pop-Ups, Banner, Slide-Ins uvm. gemeint. Als etwas "jüngere" App im Shopify-Appstore legt AIVA den Fokus auf Platzierung der Anzeigen zur richtigen Zeit und an die richtige Zielgruppe. So könnt ihr Anzeigen für verschiedene Zielgruppen oder zu verschiedenen Ereignissen, wie Kaufabbruch oder Verlassen der Seite, testen. Das Designen der Anzeigen ist ebenfalls in einem sehr einfachen Drag-and-Drop System dargestellt. Designerisch nicht ganz so viele Optionen wie andere Apps, aber gerade für Einsteiger geeignet, die nicht unbedingt Designprogramme verwenden. 

Die Preise von AIVA Overlays bieten eine 14-tägige kostenlose Testversion an. Danach bleibt die App kostenlos, solange ihr unter 5.000 Shopbesucher im Monat bleibt. Bis 20.000 Besucher bekommt ihr AIVA Overlays für 49$ pro Monat, und bekommt mehr Möglichkeiten und das AIVA Logo erscheint auch nicht mehr in euren Anzeigen. 

 

Die richtigen Informationen

Hier musst Du dich fragen, was Du mit der Anzeige erreichen möchtet. Auch hier gilt die Regel: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich." 

Die folgenden Punkte sollte deine Anzeigen auf jeden Fall beinhalten:

  • Was bekommt der Kunde? (z.B. Gutschein-Code)
  • Was wollt ihr dafür haben? (z.B. E-Mail-Adresse)
  • Wie lange gilt das Angebot? (z.B. nur Heute)
  • Gibt es Voraussetzungen für das Angebot? (z.B. Mindestbestellsumme)

Mach eine klare Aussage und lass den Kunden wissen, was er bekommt. Vermeide nichts-sagende Pop-Ups wie folgendes:

 

Dein Angebot

Das Angebot eignet sich wunderbar für A/B-Tests. Was kommt besser an, Prozente oder absolute Beträge? Grundsätzlich richtet sich dies natürlich nach evtl. Mindestbestellsummen und den Produktpreisen. Je höher die durchschnittlichen Produktpreise sind, desto eher eignet sich ein absoluter Betrag. 

Beispiel: Der durchschnittliche Preis eurer Produkte liegt bei 500€. In diesem Fall solltet ihr das Gesetz der großen Zahlen anwenden. Ein 10% Gutschein entspricht einem 50€ Gutschein. Rein psychologisch würde die Mehrheit der Personen eher auf den 50€ Gutschein aufmerksam werden. Da man dies jedoch nie genau festmachen kann, eignet sich ein solcher fall hervorragend für einen Test.

Die Ernsthaftigkeit der Angebote spielt ebenfalls eine Rolle. Sollte euer Durchschnittspreis wie in dem Beispiel bei 500€ liegen, sieht ein 5€ Gutschein nicht gerade ansprechend aus, und eure Anzeige hat wenig Chancen gute Ergebnisse zu erreichen. 

 

Der richtige Zeitpunkt

Auch ein Punkt der sich sehr gut für Tests anbietet. Um Erstbesucher deines Shops nicht gleich zu verschrecken, würden wir von einer direkten Anzeige eines Pop-Ups abraten. Schau dir die Kennzahlen deines Shops vorher einmal genau an. Ist beispielsweise deine Bounce-Rate zu hoch, kannst Du deine Anzeige anzeigen lassen, wenn der Kunde im Begriff ist die Seite zu verlassen (wenn sich die Maus auf das Schliessen Symbol bewegt). Möchtest Du die Rate der abgebrochenen Kaufvorgänge optimieren, lass das Angebot kurz vor dem Abbruch anzeigen. So bekommt dein Kunde doch noch den letzten Anreiz, der ihm zum tatsächlichen Kaufen fehlt. 

 

Welche Funktionen?

Wichtig, vor Allem aus rechtlicher Sicht, ist die Schließmöglichkeit. In der Regel wird diese Funktion mit einem X oben rechts angegeben. Manche Apps bieten die Funktion, das X erst nach einigen Sekunden anzuzeigen. Von dieser Option raten wir ab, da der Kunde sich dazu entschließen könnte, dann gleich den Shop zu verlassen wenn es keine Schließoption gibt. 

Solltest Du Gutscheincodes oder Coupons vergeben, lass diese direkt im Pop-Up nach Bestätigung des Kunden anzeigen. Wichtig ist, dass der Code kopierbar ist, und nicht im Hintergrundbild eingearbeitet ist. Manche Apps bieten sogar die Möglichkeit, dass der Code gespeichert, und im Checkout automatisch angewendet wird. 

 

Das richtige Design für deinen Store

Das Einhalten einer klaren Corporate Identity im Shop ist für viele Shopbetreiber enorm wichtig. So solltest Du dein Design und deine Farbpalette auch in den Pop-Ups weiter führen, um keinen Stilbruch zu erzeugen. Grundsätzlich sind dem Design der Anzeigen keine Grenzen gesetzt, wobei Du versuchen solltest, recht schlicht zu bleiben. Pop-Ups werden meist nicht sehr lange angesehen, und so sollte deine Message und dein Angebot schnell und klar beim Kunden ankommen. Komplizierte Designs erschweren deinen Kunden das Erkennen des Angebotes. 

 

 

 

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SARAH

Shopify Expert & Branding Specialist